Wie alles begonnen hat...

Mein Friese - Wie alles begonnen hat...

Die wensentliche Freude mit Pferden zusammen zu sein, 
bringt uns in Kontakt mit Anmut, Schönheit und Lebensenergie

Lancelot von Steinbach-Ries

wurde am 21. April 2019 in Munzingen, Bayern, geboren und wuchs wohl behütet bei seiner Mutter Phanteia und in mitten weiterer Fohlen und dem Herdenverband auf. Die Züchterin, Bettina Müller, hat mir freundlicherweise für den Aufbau meiner Homepage die ersten Bilder von der kleinen schwarzen Schönheit zur Verfügung gestellt.  

Mein Friese - Wie alles begonnen hat...
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Mein Friese - Wie alles begonnen hat...

Der Zug des Herzens ist des Schicksals Stimme

Lancelot besuchte mit knapp 4 Monaten seine erste Zuchtschau beim DFZ. Dieser Tag war für Ihn bestimmt aufregend. So viele Menschen, eine neue Umgebung, das erste mal Anhänger fahren, sich brav präsentiern und so viele Augen die nur auf Ihn gerichtet waren... was da in seinem Kopf wohl vorging...?

Für mich war es nach langen 3 Jahren ohne Pferd, endlich wieder ein Tag, den ich mit gleichgesinnten im Kreise von vielen schwarzen Perlen verbringen durft. Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden oder auf der Suche nach einem neuen Friesen für mich zu sein, fuhr ich zur Zuchtschau in den Nachbarort nach Sauerlach. Schließlich wollte ich mir das Spektakel nicht entgehen lassen wenn die schwarzen Königinnen & Könige dort zu Gast sind. Im Süden finden derartige Schauen ja eher selten statt. Ein Grund mehr für mich die Zuchtschau des DFZ zu besuchen um die virtuellen Freundschaften aus Facebook & Co. auch live zu pflegen.  

Ich schlenderte durch den Stall, genoss die Pferdeluft, schaute mir alle Stuten mit ihren Fohlen an, und auch die etwas älteren Hengste die zur Zuchtschau angereist waren. Einer von Ihnen, Namens Jackpot, erinnerte mich sehr an mein Seelenpferd Marinus, doch ich schaute nur Interessehalber in die gräumigen Boxen die nach frischem Heu dufteten und mit Sägemehl eingestreut waren und erfreute mich am Anblick der Schwarzen Perlen. Bis zum Ende des Stalles wollte ich nicht gehen - doch es war noch etwas Zeit bevor die Zuchtschau pünktlich um 10:00 Uhr beginnen sollte und so ging ich doch bis zum Stallende. 

Ein Blick in die letze Box auf der rechten Seite und sah ein wunderschönes kleines Hengstfohlen, welches laut und genüßlich schmatzte und sich bei seiner Mutter die leckere Milch schmecken lies. Mit der Milchschnute kam der kleine neugierig zum Boxenrand auf mich zu und drückte mir seine weichen Nüstern ins Gesicht und pustete mich mit seinem warmen Atem an. Dieser Duft und das weiche Gefühl der Nüstern auf der Haut zu spüren war unbeschreiblich.

Ich kann nicht genau sagen was es war, doch mir lief es in diesem Moment eiskalt den Rücken runter und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich streichelte den kleinen schwarzen Zwerg und merkte mir  seine  Namen der auf dem Boxenschild angebracht war. Lancelot von Steinbach-Ries, das hörte sich schon so edel an und irgendwie erinntete mich der keleine an meinen "Sir Aramis". Mit einem eigenartigen, aber dennoch schönen Gefühl ging ich nach draußen - es fühlte sich fast an wie Schmetterlinge im Bauch - kennt ihr das Gefühl wenn man verliebt ist - genau so hat es sich angefühlt. Irgendwie eigenartig, aber auch schön zugleich. 

An der Meldestelle besorgte ich mir noch den Zuchtschaukatalog warf einen Blick hinein und stellte fest, dass dieser keine bezaubernde Prinz gleich der erste war und mit der Nr. 1 an den Start ging. Die Sprecherin begrüßte das Richterteam das aus den Niederlanden angereist war, so wie das Läufer-Team von Berend Meester und natürlich die Besucher die sich inzwischen eingefunden hatten. Nun wurde der kleinen Mann vorgestellt und ein wenig über seinen Vater Menne 496 erzählt. Lancelot wartete schon fröhlich im Vorbereitungsring auf seinen großen Auftritt und wieherte, als wollte er sagen.... aufgepasst, jetzte komme ich.

Stolz und mit einer tollen Aufrichtung trabte er neben seiner Mutter in den Ring und wurde im Stand gemustert und im Schritt beurteilt. Raumgreifend, gleichmäßig und untertretend präsentierte er sich vorzüglich. Ich war völlig hin und weg wie ruhig uns souverän der kleine das mit seinen erst 4 Montan gemacht hat. Nun wurde sein Gangwerk im Trab und Galopp beurteilt, da blieb mir fast die Spucke weg und mir schossen aus unerklärlichen Gründen die Tränen in die Augen, ich war völlig gerührt wie schön der kleine Prinz so dahin schwebte. Er hat mich und mein Herz in diesem Moment einfach verzaubert. Das Ergebnis für Lancelot von Steinbach-Ries stand fest und er wurde mit der 1. Prämie  und einer wunderschöne organge Schleife des FPS belohnt. 

 

Mein Friese - Wie alles begonnen hat...
Mein Friese - Wie alles begonnen hat...
Mein Friese - Wie alles begonnen hat...

Schönheit und kraftvollen Eleganz

Applaus ging durch die Zuschauermenge und Lancelot verließ völlig souverän den Ring und stolzierte neben seiner Mutter zurück in den Stall. Ich folgte ihm natürlich, beglückwünschte die Züchterin und wollte mir den kleinen nun etwas genauer unter die Lupe nehmen um mein Auge in Sachen Exterieur zu schulen. Die Züchterin Bettina war im Moment allerdins so beschäftigt mit der Vorbereitung des nächsten Pferdes dass wir keine Zeit fanden um einige Worte zu wechseln. Ich stand jedenfalls gerührt an der Box und beobachtete den kleine völlig verzaubert. An einen Kauf hatte ich damals im Leben nicht gedacht, ich wollte einfach nur den Moment für mich genießen.

Nach einiger Zeit, obwohl ich mich kaum losreißen konnte, ging ich erneut zum Vorführring als die älteren Hengeste an der Reihe waren. Einer von ihnen, den ich zuvor ebenfalls schon im Stall zu meine Favoriten zählte wurde unter den kritischen Augen der Richter das Ster Prädikat zuerkannt. Jackpot machte seinem Namen also alle Ehre. Am Ende des Tages wurde das Beste Fohlen der Zuchtschau gekört. Da die vorgestellten Stutfohlen an diesem Tag alle die 2. und 3. Prämie erhalten haben war schnell klar dass Lancelot  Bestes Hengstfohlen und damit Bestes Fohlen des Tages auf der Zuchtschau 2019 wurde. An dieser Stelle nocheinmal meine Herzlichen Glückwunsch an die Züchterin, Bettina Müller. 

In der Ehrenrunde wurde seiner Mutter Pantheia eine Siegerschärpe umgehängt und während des Freilaufs ertönte von Queen: "We are the Champions" aus den Lautsprechern. Lancelot gab noch einmal alles und galoppierte mit einer sagenhaften Schwebephase über den Platz. Ein absoluter Gänsehautmoment - unbeschreiblich. Ich hatte wieder dieses Gefühl in mir, genau als ich bei Ihm an der Box stand und war zu Tränen gerührt weil ich mich so mit der Züchterin Bettina Müller und den kleinen Lancelot über seinen Erfolg freute.   

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Kurze Zeit später

Nach der großen Show habe ich die Zeit gefunden mich mit Bettina ein wenig über Ihre Zuchtstuten und Lancelot auszutaschen. Schnell waren unsere Nummern ausgetauscht und der kleine ging mir Tagelang nicht aus dem Kopf. Er war schließlich "mein" Hauptweninn des Tages. Nach zwei langen Wochen entschloß ich mich Lancelot und Bettina in Munzingen zu besuchen um mir die Geburtsstätte von Lancelot anzusehen und ihn in seiner gewohnten Umgebung zu besichtigen. Es war ein wunderbarer Tag, erneut Friesenpferdeluft zu schnuppern und den 3 kleinen Fohlen (Lancelot, Kleopatra und Kassiopeia) beim grasen mit Ihren Müttern auf der Weide zu zusehen. Alle Pferde waren so aufgeschlossen, ausgeglichen und zutraulich und auch die anderen Hengstfohlen aus dem Jahrgang 2018 waren wunderschön.

Schließlich gab mir Bettina die Chache dem kleinen Lancelot ganz nah zu sein und ich durfte ihn putzen und mit ihm schmusen. Ich war erstaunt wie aufgeschlossen und zutraulich er zu mir war. Er lies sich ohne Problem überall anfassen und putzen, hob beim abtasten der Beine sofort ganz brav die Hufe und zeigte sich von seiner "Schokoladenseite". Auf der Koppel habe ich die kleine scharze Perle dann noch ein wenig beobachtet ehe sich Bettina und ich zum Kaffee trinken auf den Hof setzten. Dort fachsimpelten wir über die schwarzen Perlen und an dieser Stelle möchte ich mich nochmal recht herzlich bei Dir liebe Bettina bedanken, dieser Tag hat mir so viel bedeutet und meine Seele zum strahlen gebracht. 

 

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Mein Friese - Wie alles begonnen hat...
Wir begegnen einander nie aus Zufall,
unsere Wege überqueren sich aus einem ganz bestimmten Grund,
es findet zueinander was zusammen gehört. 

Es war nicht geplant...

doch mein Herz hat mir am Tag der Zuchtschau schon längst ein Zeichen gegeben. Ich habe nur nicht richtig hingehört, vielleicht weil ich es nicht zulassen wollte und so garnicht in meine weitere Lebensplanung gepasst. Manchmal ist das Bauchgefühl ein verdammt kluger Kopf und ich bin überzeugt davon, dass mir mein Seelenpferd Marinus, den ich jeden Tag so sehr vermisse, diese besondere Begegnung geschenkt hat. 

Momente im Leben, die man sich nicht erklären kann, auch wenn wir noch so oft nach dem Sinn und Warum fragen, sie passieren einfach und wir können nichts dagegen tun.

Gegen Gefühle die tief im Herzen verankert sind kann man nicht ankämpfen. Das Schicksal hat anders entschieden als geplant. Dabei fällt mir immer wieder der Spruch aus dem Film Forest Gump ein: "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt." 

Diesesmal habe ich eine schöne Schachtel mit einer besoners tollen Praliene bekommen. Deshalb möchte mich von ganzem Herzen bei Dir, liebe Bettina, bedanken, dass Du mir dieses Goldstück anvertraut hast. Für mich geht damit erneut ein Traum in Erfüllung und ich werde alles mögliche tun was in meiner Macht steht dass es diesem bezaubernden Wesen und kleinen Prinzen bei uns gut gehen wird. Damit bleibt mir nur zu sagen: 

Herzlich Willkommen

in meiner Familie 

Es ist die wohl schönste Zeit im Leben

Sie ist die Zeit ,die man mit einem jungen Pferd verbringen darf, um eine besonsers innige Beziehung aufzubauen, sich kennen zu lernen und ein erfolgreiches Team zu bilden.Diese Chace ist mir vor fast 17 Jahren verwehrt geblieben. Dennoch bin ich dem Schicksal dankbar diese Chace nun erneut zu bekommen.

Hier das 1. Video das vom Beginn unserer zauberhaften Geschichte erzählt...

 Aus diesem Grund habe ich mich die letzten Tage auch intensiv auf die Suche nach einem geeigneten Aufzuchtstall für Lancelot gemacht. Mir war und ist es wichtig, dass er die nächsten 2,5 bis 3 Jahre mit anderen Hengsten zusammen stehen kann um zu spielen und möglichst gut weiter sozialisiert zu werden. Doch die suche nach einem passenden Platz, der nicht hunderte von km weit entfernt ist, wo die Hengste total auswildern und keinen Bezug mehr zum Menschen haben gestaltete sich garnicht so einfach. Die meißten Plätze waren schon bis Herbst 2020 ausgebucht. Nach der Besichtigung von vier potentiellen Aufzuchtplätzen in denen noch Plätze zu vergeben waren stand auch noch die Option im Raum, Lancelot nach dem Absetzten (ab ca. Ende Oktober) im Stall der Züchterin zu belassen und dort mit den anderen beiden Junghengsten aufwachsen zu lassen. 

Meine Entscheidung stand nach jedoch der Besichtigung der Aufzuchtplätze schnell fest und hat mich absolut Überzeugt. Leider ist dieser auch etwas weiter von mir weg, doch für dieses Pferde-Paradies nehme ich gerne den Weg 1-2/Woche auf mich um meinen kleinen Lancelot dort zu besuchen. Öfter würde ich es zur Züchterin aus zeitlichen Gründen auch nicht schaffen als "nur" am Wochenende. Außerdem soll Lancelot einfach nach dem erlernen des Fohlen-ABC noch seine Jugend unter gleich gesinnten genießen dürfen. Der Ernst und die Arbeit werden noch früh genut beginnen, denn die Zeit vergeht einfach viel zu schnell...

Das Paradies, idyllisch gelegen zwischen Wäldern und Wiesen im schönen Rottal, mit über 8 Hektar Weideland und Bergigen Koppeln, 24 Std. Auslauf auf der großzügigen Sommer- & Winterkoppeln mit angrenzendem Paddock und Laufstall, qualitativ hochwertigem Heu und Stroh welches den Junghengsten zusätzlich zu den Kräuterwiesen ebenfalls 24 Std. und 7 Tage die Woche zur verfügung steht - der "Pferdekindergarten" bietet also alles was das Junghengsteherz begehrt.

Eine kliene beständige Gruppe von max. 8 Pferden, vom Absetzer bis zum 3jährigen, tägliche kontrolle der Pferde im Stall so wie Hufpflege und Zufütterung mit Mineral- & Kraftfutter sind noch weitere Dinge die neben dem täglichen Anbindetraining dort mit liebe zu den Pferden betrieben wird. Die Betreiberin hatte selbst einmal eine schwarze Perle und war um so mehr begeistert dass der kleine Lancelot in die Herde integriert werden soll. Da die Zusammenführung immer mit mehren Absetzern oder Jährlingen über einen kurzen Zeitraum (1-3 Tage) erfolgt um in die Herde nicht unnötig zu beunruhigen war es im November nach dem Absetzten leider zu knapp mit der Umstellung in den neuen Stall. Aus diesem Grund haben wir uns alle einvernehmlich geeinigt, dass der kleine Prinz zu beginn der Weidesaision ab ca. April 2020 in sein neues Domizil ziehen wird, wo er dann  die nächsten 2-3 Jahre seine  seine Muskulatur und Gangwerk so wie Immunsystem täglich durch die bergigen Koppeln trainieren zu können. 

Bilder wurden mir mit freundlicher Genehmigung von der Hengstaufzucht zur Verfügung gestellt.

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Die Fohlenzeit nutzen

Folglich habe ich mich nun auch für eine "Übergangslösung" entschieden. Lancelot wird im November zu mir in die Nähe an einen Offenstall kommen, wo er über den Winter mit einem gleichaltrigen Haflingerhengstfohlen nach dem Absetzten aufwachsen kann, bis er dann zu beginn der neuen Weidesaison in sein neues Domiziel ziehen wird. Ich werde Euch hier natürlich über alles weitere Berichten, was Lancelot und ich so alles erleben werden und wie es ihm bei den ersten Schritten in sein neues Leben als Absetzer so ergeht. 

Zwischenzeitlich habe ich den kleinen Prinzen noch einmal besucht. Es ist jedesmal wieder schön zu sehen wie er von Woche zu Woche größer wird und seinen eigenen Charakter entwickelt. Beim Putzen und Kraulen lernen wir uns besser kennen und Lancelot war die ganze Zeit auf der Koppel neugierig an meiner Seite. Es gibt Dinge die bedürfen keiner weitern Erklärung, weil es die magischen Momente sind die einfach nur glücklich machen.

Bis November wird noch leider noch einige Zeit vergehen... doch ich genieße jede Sekunde die ich kurzzeitig mit meinem Baby Lancelot verbringen darf. Im Moment bin ich zeitlich sehr eingespannt und aufgrund meiner Welpenaufzucht die natürlich Priorität hat, werden vorerst die nächsten 8 Wochen keine Besuche mehr möglich sein. Doch wenn die Welpen ausgezogen sind und in Ihren neuen Familien sind, beginnt auch für mich wieder ein neuer Lebensabschnitt. Es wird dann nämlich schon so weit sein dass ich meinen verzauberten Prinzen Lancelot abholen und mit nach Hause nehemn darf. 

Mit einer lieben alten Freundin, die ich noch zu Marinus Zeiten von unseren Auftritten in Schloß Schleißehim kenne, habe ich schon einen Termin für ein erstes gemeinsames Fotoshooting ins Auge gefasst :-) ich möcht nämlich den Zauber des Anfangs gerne in Bildern festhalten, denn die Zeit das Lancelot so klein sein wird vergeht viel zu schnell. Ich bin sehr gespannt wann und was wir uns für das Shooting schönes einfallen lassen.

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Lange habe ich meine Herzensentscheidung geheim gehalten

Vor meiner Familie, vor meinen Freunden, weil ich einer Sache bewusst aus dem Weg gehen wollte...

Ein Fohlen...?
Bist Du Dir auch ganz sicher...?
Weist Du was das Arbeit macht...?
Das willst Du Dir wirklich noch antun..?
Was das wieder alles kostet...!
Warum einen Hengst...?
Kauf Dir doch gleich ein fertig ausgebildetes Pferd!
Du hast nicht alle Tassen im Schrank...!

All diese Aussagen und noch vieles mehr musste ich mir die folgenden Tage zu genüge anhören - doch all das prallte an mir ab, weil ich weiß dass es für mich die richtige Entscheidung war. Es kommt alles wie es kommen soll und deshalb genieße ich die Zeit mit meinem kleinen Friesenhengstfohlen - ganz egal was andere sagen. Es gibt Dinge im Leben die kan man nicht planen, und ich weiß auch  nicht was morgen oder übermorgen ist. Deshalb will ich mein Leben leben und das tun was mich glücklicht macht.

Ich will nicht sagen...dazu bleibt für später noch Zeit... wer weiß schon was später ist! Ich will sagen können ich hab´s getan und ich ich war glücklich dabei!


Wer sagt,
Glück kann man nicht anfassen,
der hat noch nie einen
 Friesen gestreichelt!

Die ersten Schritte in ein neues Leben

Am 24. November 2019 war es endlich so weit und ich durfte meinen kleinen Prinzen zu mir holen. Rund 1 Woche war er schon von seiner Mutter abgesetzt und stand brav nebenan mit Sichtkontakt zu ihr. Nachdem der Pferdanhänger am Vortag abgeholt und vorbereitet war ging es um 6:30 Uhr morgens noch vor Sonnenaufgang in Richtung Nördlingen los. Gegen 8:30 Uhr waren wir am Stall angekommen und rangierten den Anhänger rückwärts in die Hofeinfahr.t Nach einer kurzen begrüßung meines schwarzen Prinzen tauschen die Züchterin und ich uns noch kurz aus, sie übergab mir Lancelot´s Ahnentafel und Equiedenpass und dann ging es auch schon ans Verladen. Lancelot ging anfangs etwas zögerlich, aber völlig ruhig und souverän in den Anhänger, obwohl er das nun alles ohne seine Mutter meistern musste. Nach knapp 40 Sekunden war der kleine Mann sicher verladen und machte sich im Anhänger auch schon über das leckere Heu her. Die ganze Fahrt über stand er völlig entspannt im Anhänger, dies konnten wir natürlich über die Kamera beobachten. Nach guten 2 Stunden Fahrt waren wir im neuen zu Hause angekommen und konnten Lancelot völlig ruhig ausladen. 

Im neuen Stall angekommen zeigte er sich die ersten Minuten etwas eingeschüchtert und ängstlich, doch nach 20 Minuten wurde er durch die Herde am Zaun begrüßt und nach weiteren 30 Minuten durfte er seinen Spielkumpel Nerho, ein Haflingerhengstfohlen, kennen lernen. Die beiden standen nun für 1 Woche separat in einem Unterstand mit Paddock und Zugang zum Paddock Trail. So hatte Lancelot einen Freund an dem er sich orientieren konnte und totzdem den Kontakt zur Herde. Die Woche danach haben wir die zwei kleinen Hengste wieder in die große Herde integriert. Auch dies erfolgte völlig unspäktakulär als die beiden keinen auf die Koppel zu den anderen gingen.  Natürlich gab es hier und da ein paar kleine Diskussionen, doch alles ohne Schrammen und Verletzungen. 
 
Diese wunderbaren Momente und unsere ersten gemeinsamen Schritte habe ich natürlich wieder in einem Video zusammen gefasst. An dieser Stelle meinen Herzlichen Dank an Rebecca dass Du uns begleitet und diese kleine Videosequenzen gemacht hast. 
 

Das Fohlen ABC

Als sich Lancelot gut im neuen Heim eingelebt hat habe ich täglich damit begonnen ihn zu Putzen und zu Füttern um eine optimale Bindung aufzubauen. Man merkte sehr schnell wie er mir vertraute und neugierig war um neues zu lernen. Dazu gehörten nach kurzer Zeit auch ein paar Führübungen am Roundpen, so wie einige kleine Spaziergänge, weg vom Stall und den Artgenossen. 

Als Pferdebesitzer denkt man oft nicht darüber nach was das alles für ein Fohlen bedeutet, darum habe ich es sehr behutsam und langsam angefangen um Lancelot alles mit positiven Erlebnissen verknüpfen zu lassen. Ich denke so habe ich eine gute Basis dafür geschaffen um weiterhin und kontinuierlich mit ihm Arbeiten zu können.  Einige unserer Trainingseinheiten habe ich wieder in einem kleinen Videotagebuch zusammen geschnitten. 

Das kleine Fohlen ABC

 

Putzen & Bindungsaufbau

 

Erste Führübugen und Stangenarbeit

 

Tapetenwechsel

Rückblickend auf die letzten Wochen die Lancelot nun schon bei mir ist haben wir schon so viel erreicht und sind zu einem guten Team zusammen gewachsen. Darüber bin ich besonders stolz. Daher war es an der Zeit mit einer weiteren Übung zu starten. Am Samstag war unsere Weihnachtsfeier am Stall und so hatten wir  entschlossen alle gemeinsam mit unseren Pferden einen kleinen  Spaziergang zu machen. Anfangs war ich etwas skeptisch und natürlich sehr aufgeregt... dies äußerte sich in einem getänzel von Lancelot auf den ersten paar Metern. Einmal tief durch atmen und die Aufregung verschwand wie von zauberhand, dann konnten wir in der Gruppe unseren erste gemeinsame Spaziergang im Gelände auch genießen und positiv beenden. 

Am nächsten Tag entschloss ich mich den gleichen Spaziergang mit Lancelot allein zu unternehmen. Also eine erneute Übungseinheit: Weg vom Stall ohne Artgenossen.
Zur Sicherheit hat uns die liebe Rebecca begleitet. Der Spaziergang war völlig ruhig und entspannt und dieses mal war auch etwas mehr Zeit dass sich Lancelot alles ganz in Ruhe ansehen konnte. Egal ob das Moos oder Laub am Boden, die Baumstämme am Wegesrand oder der Wind der in der Luft lag. Ich gab ihm Zeit alles zu beobachten und zu prüfen. So konnten wir unseren Spaziergang auch dieses mal wieder positiv beenden und dieses wunderschöne Gefühl von Vertrautheit hat Rebecca für uns in Bilder und Videos festgehalten. Herzlichen Dank dafür. 

Geländetraining

 

Für ein Fohlen mit 8-9 Monaten, ist das schon eine ganze Menge was es da vom Kopf her leisten muss. Deshalb habe ich es oft bei diesen wenigen, aber essenziellen Dingen belassen um den jungen Mann nicht zu überfordern, obwohl er manchmal gerne mehr geben würde, als er tatsächlich leisten kann. Ein echter Friese eben :-)

Dies gilt es in meinen Augen zu erkennen und zu verstehen. Für mich ist Lancelot ein "Will to Please" Pferd, welches immer gefallen will, und das gelingt ihm auch immer. 

Mein Friese - Wie alles begonnen hat...
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Nun beende ich an dieser Stelle das 1. Kapietel unserer Geschichte. Wie es weiter geht könnt Ihr unter "2020" nachlesen. Dort findet Ihr immer wieder Updates und lustige Geschichten die wir zusammen erleben, aber auch Rückschritte und wichtige Prozesse im Fohlen-ABC. 

 

2020